Sonntag, 29. April 2012

#12

"Die Englische Woche"

Nach der deutschen Woche folgt nun die englische Woche und damit ist nicht die Fußballwoche gemeint. Doch dazu später mehr.



Nach meinem ersten Besuch letzten Sonntag im Nightclub O´Malleys konnte ich mit einer zufriedenen Bilanz nach Hause gehen: Keine Schlägereien ;-), Eintritt frei, 2,5 Dollar auf dem Boden gefunden und ein klasse Abend! So ließ sich die Woche für einen Studenten gut beginnen. 

Die erste negative Nachricht folgte jedoch gleich am Montagmorgen als mein Mitbewohner Tyrone leider ausziehen musste. Er war ein stiller aber sehr guter Unterhaltungspartner für mich, der sich immer mit meinem Englisch geduldig gezeigt hat. links.


Am Dienstagabend hatte ein finnischer Freund Geburtstag, den wir bei ihm Zuhause mit vielen neuen Gesichter (chinesische) gefeiert haben. Ein langer Abend, wonach ich beim Pavel, einem Czechen, geschalfen habe. Erst am nächsten Morgen ist mir aufgefallen, dass dies das Haus von einigen Kölner Studenten im letzten Semester war. Schon wieder so ein krasser Zufall...


Da der Mittwoch in Australien ein Feiertag namens ANZAC-Day ist, wo man die gefallenen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg gedenkt, fiel bei mir der lange Unitag aus, den ich aber am Donnerstag und Freitag brav nachgeholt habe. Und was macht man an einem Feiertag??? Tennis spielen













Als die Jungs stolz ihren neu gekauften Schläger präsentiert haben, begann eine 2-stündige Spielsession, wonach wir uns mit einem neuen Haarschnitt belohnt haben. Ich würde sagen, dass das Ergebnis von mal zu mal immer besser wird und die anfängliche Scheu mit dem Umgang der Haarschneidemaschine, dem Kamm und der Schere verflogen ist. Man könnte schon fast sagen, dass wir die besten und talentiertesten deutschen Friseure an der Sunshine Coast sind! ^^









Carlo "The Clipper"

Mathias "The Machine"

Oleg "The Operator"





Am gleichen Tag bekam ich für meinen Creative Advertisement Kurs mein neues Assignmentthema, welches sich ziemlich interessant anhört. Eine Print -Werbekampagne für die Queensland Polizei zu erstellen. 
Im Designkurs muss ich Bezug auf die Bekleidungsfirma Benetton nehmen und die kontroverse Werbekampagne "The Colours of Benetton" diskutieren, was ein sehr spannendes Thema ist. Desweiteren liegt ein kleiner Test am Mittwoch im Businesskurs an. 

Nun zur eigentlichen Englischen Woche:

Da Tyrone ausziehen musste, habe ich Simon, der schon bei unserem Ferientrip dabei war, gefragt, ob er denn nicht einziehen möchte. Nun lebt er seit 2 Tagen mit in unserem Haus. Diese Konstellation könnte in Zukunft sehr viel Spaß versprechen. Denn er ist ein waschechter Engländer und braucht typischerweise jeden Tag seinen Tee. Und was darf natürlich nicht fehlen? Full English Breakfast mit Eiern, Speck, Würstchen, baked beans, Pilzen, Tomaten und der HP Sauce! Langsam fange ich an es zu lieben. ^^

Hier der Einkauf beim Aldi dazu! Ja wir haben hier auch einen...


Um uns ein wenig fit zu halten beschlossen wir heute morgen in die Gym zu fahren und ein wenig zu pumpen. Noch kann ich meine Arme und Finger beim Tippen des Post bewegen, was mir aufgrund des harten Trainings die nächsten Tage bestimmt schwer fallen wird. Hier die Poser!!!


Von links: Mathias, Simon, Carlo und ich.

Grüßen möchte ich am Ende noch kurz meinen Opa, der gestern 85 Jahre geworden ist. Leider konnte ich bei der Geburtstagsfeier nicht dabei sein, dafür habe ich ihm durch das Handy meines Vaters eine kleine Sprachmemo geschickt.


Zu Bemerken: Eugens T-Shirt (ganz rechts). Das ist mal nen Surferboy ;-) 

Beste Grüße aus Australien!


Sonntag, 22. April 2012

#11

"Die Deutsche Woche"

So lautete das Motto der letzten Woche. Durch Ankündigungen aber auch durch witzige Zufälle habe ich viele bekannte Gesichter aus Deutschland getroffen. 

Doch bevor der Spaß Ende der Woche begann, musste ich noch mein Assignment in Creative Advertising abgeben und meinen mid-test in Management Behaviour schreiben. Da ich gerade mit dem mid-test etwas spät angefangen habe zu lernen, blieb mir nichts anderes übrig als die Unterlagen zu überfliegen und vor allem die vorher ausgeteilten 150 Multiple Choice Fragen zu studieren. Als "Profi" des Multiple Choice (an der Sporthochschule kreuzt man fast nur an) ist es mir gut gelungen den 30 Fragen-Test mit oberflächlichem Wissen und Kurzzeitgedächtnis erfolgreich zu meistern. 

Ebenso positiv überrascht war ich von den zurück bekommenen Assignments. Destinction und High Destinction, bedeutet eine 2 bei der Werbekampagne und eine 1 bei der Präsentation. Auf der einen Seite bin ich stolz auf mich selbst, auf der anderen Seite darf ich mich nun darauf nicht ausruhen! Denn jetzt kommen die großen Assignments in akademischen Stil...

Als am Donnerstagmorgen alle Unisachen bei Seite gelegt wurden, begann mein langes Wochenende. 

Drei Freundinnen aus Köln Linda, Amelie und Britta haben mich als Backpacker an der Sunshine Coast für einen Tag besucht. Backpacker sind Rucksacktouristen, welche nicht lange an einem Ort verweilen, sondern möglichst viel von Australien sehen wollen und somit immer auf der Durchreise sind. Als fleißige Mitleserin des Blogs hat mir Linda natürlich ein großes Glas Nutella als Präsent mitgebracht! :-) yeah, scheiss auf die Nutella Angebote im Hit, Andreas! ^^



Natürlich durfte ein Strandtag und ein geselliger Abend hierbei nicht fehlen.





Weiter ging es für die Drei Richtung Norden wonach sie nach zwei weiteren Wochen ins wunderschöne Köln zurückfliegen. Grüße an alle!

Am Freitag stand ein ganzer Tag im Australia Zoo an. 


Diese Tour wurde von der Uni sehr kostengünstig angeboten und bietet einen schönen Einblick in die große Tierwelt Australiens. Von Koalas, Kängurus, Aligatoren, Schlangen, Leguanen, über viele bunte Vögel bis hin zu Tigern, Giraffen und Elefanten war alles dabei.

Um uns den Überblick zu verschaffen, haben wir bei Ortskundigen nach den besten Attraktionen gefragt...


Als Dankeschön hat er erstmal meinen Tetrisrekord auf dem Gameboy geknackt!


Wusstet ihr schon???

- Dass es 45 verschiedene Känguruarten gibt. Die kleinsten werden nur 25 cm groß, die Roten Riesenkängurus bis zu 2m

- Jedes Mal beim lecken an einer Briefmarke nimmt man 1/10 einer Kalorie zu sich

- Man kann seinen eigenen Ellbogen nicht lecken 




Neben zahmen Kängurus und einem riesen Aligator ist der graziöse Gepard das schnellste Landtier der Welt...



 


















Wusstet ihr schon???

- Gepards Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h, die er über etwa 400 m halten kann

- Die Feinde des Geparden sind Menschen, Löwen und Hyänen

- Das Wort "Koala" stammt von den Aborigines und bedeutet soviel wie "kein Wasser". Koalas trinken wirklich nur sehr wenig Wasser und dösen die meiste Zeit des Tages (19 von 24 Stunden) in den Eukalyptuswäldern des Landes

- Über 75% aller Menschen, die dies hier lesen versuchen ihren Ellbogen zu lecken



Eine beeindruckende Show war die Wildlife Warrior Show im Crocoseum. In diesem Stadium hat der "Crocodile Hunter" Steve Irwin bis zu seinem Tode eine atemberaubende Tierspektakel geliefert. Durch seinen TV-Sender Animal Planet erlangte er weltweite Bekanntheit und Heldenstatus in Australien.



Noch am gleichen Abend fand ein BQQ mit weiteren zwei Deutschen statt, welche wir auf dem Trip zu den Whitsundays kennengelernt haben. So haben Carla und Alex einige Wochen in Australien arbeiten müssen, um sich ihre Reisen nun leisten zu können. 

Ein weiterer lustiger und wahnwitziger Zufall geschah gestern im Supermarkt Coles in Mooloolaba. Beim Einkaufen ist mir ein bekanntes Gesicht aufgefallen, welches ich anfangs nicht zuordnen konnte. Nach längerem Blickkontakt fiel der Groschen und es war Paul von der Deutschen Sporthochschule in Köln, also meiner Uni. Beide perplex, haben wir uns gegenseitig unsere Geschichten erzählt, warum wir auf der anderen Seite der Welt sind. Paul hat vergangenes Semester an der University of the Sunshine Coast studiert und ist der "letzte deutsche Überlebende" welche letztes Semester hier studiert haben. 


Klasse Zufall!

Heute Abend wird gemeinsam mit ihm, seinem Kollegen und wieder drei deutschen Mädels, die wir kennengelernt haben, Formel 1 geschaut und ein Besuch bei O´Malleys, einem Club, abgestattet.

Ab Montag müssen nun die weiteren Assignments angegangen werden...

Also bis bald!

Sonntag, 15. April 2012

#10

Nummer 10. Der erste zweistellige Beitrag und damit verbunden das Überschreiten der 1.000 Seitenaufrufe auf dieser Blogseite. Danke für das Interesse und die Treue!

Die letzte Woche ist von einem Haufen Eindrücken, einigen Sonnenstunden, vielen neuen Menschen und noch mehr Autokilometern geprägt. 

Nach dem ich meinen Kölsche Jung Engin am Brisbane Flughafen abgeholt habe, ging es nach wenigen Stunden Schlaf schon um 5 Uhr Morgens mit einem vollgepackten Auto in Richtung Whitsundays. 

Die Whitsunday Islands sind eine Inselgruppe im Great Barrier Reef und besteht aus 74 Inseln, wobei 17 davon bewohnt sind. Diese Umgebung ist berühmt für ihr glasklares Wasser, weiße Strände und schöne Korallenriffe mit aussergewöhnlichen Fischen. Mit viel Glück kann man hundert Jahre alte Schildkröten oder Wale sehen. 

Doch zuerst stand Engin, Mathias, Simon und mir eine lange Autofahrt bevor. 1.050 km hat Googlemaps ausgespuckt (one way)!


Traditionell sind wir mit einer Landkarte, Zelten, Schlafsäcken, Isomatten, Gaskocher und vielen Musik CDs von Mooloolaba gestartet. Nach einigen kurzen Stops, vielen Kilometern auf dem Bruce Motorway, haben wir nach 800 km unser Zelt in Mackay aufgeschlagen. Auf der Suche nach einem letzten Bier landeten wir auf einer Osterparty direkt am Hafen.


Der Reiz beim Zelten in Australien liegt darin ein Plätzchen zu finden, wo dich keiner findet, speziell die Polizei nicht. Denn Wildcampen kostet sehr viel Geld hier. Von daher gestaltete sich sowohl die Suche als auch das Übernachten als aufregend. In der Frühe aufgestanden waren wir dann schon morgens in Airlie Beach. Durch einen großen Zufall haben wir zwei Mitstudenten bei ihrer Durchreise auf der Straße getroffen, welche uns den Ocean Rafting Tagestrip empfohlen haben. Dabei ging es mit einem großen Motorschlauchboot recht zügig zur Sache. Ein nett lockeres Team setzte uns an einem Schnorchelspot ab und wir schlüpften in unsere Anzüge, um die Unterwasserwelt zu erkunden.


Das erste Schnorcheln in meinem Leben war...







Weiter ging es mit einem Bushwalk zu einer Aussichtsplattform, welche einen Überblick über die weißen Strände der Whitsundays gibt. Im Hintergrund befindet sich die Whitehaven Beach, wo wir unser Mittagessen genießen durften.









So dreißt wie die Germans waren, haben wir uns natürlich zweimal Nachschlag geholt.










Nach dieser action- sowie ereignisreichen Tour hatten wir Jungs nur ein Ziel vor Augen: Eine Kokosnuss zu ergattern. Denn direkt neben unserem überdachtem Essensplatz hing eine große Kokusnuss... Viele absurde aber auch sehr lustige Ideen die Nuss vom Baum zu holen, fanden ihr Ende in einer Räuberleiter. Leider war sie noch nicht reif, was man am bitteren Geschmack der Milch erkennen konnte, aber den vier überaus stolzen Männern, in diesem Moment Kindern, war das egal!



 



Der zweite Tag war unser entspannter Tag an der Lagune in Airlie Beach. Ein bisschen im Wasser plantschen, sonnen und vor allem Fischen. Ich liebe Fischen. Obwohl mein letztes Mal schon Jahre her ist, kam ich wieder gut rein. Wie man sieht hab ich ziemlich nah am Ufer geangelt ;-)







 Am dritten Tag ging es mit einem Schnellboot auf die nördlichsten Inseln.




Je nördlicher man geht, desto schöner sind die Korallenriffe zum Schnorcheln. Und dies hat sich wirklich bewahrheitet! Dank Engins Unterwasserkamera bleiben uns tolle Erinnerungen.




Leider haben wir keine Haie fotografiert, dafür aber vier tolle Hechte.






Leider wurde es im Laufe des Tages immer bewölkter bis es im Endeffekt regnete, aber auch das sollte uns und den beiden Amerikanerinnen nicht die Laune verderben.



Ein letzter Blick aufs Meer hinaus bevor es auf den langen Heimweg ging...


Resumeé:
- tolle Truppe
- viel Spaß
- viel Sommer, Sonne, Strand
- viele Känguruburger
- nette Leute
- tolles Schnorchelerlebnis
- keinen Fisch gefangen
- dafür eine Kokusnuss
- einen Rochen + Schildkröte gesehen
- ein Boot gefahren
- leeren Tank auf der Heimfahrt gehabt und trocken gefahren...
- one of my best holidays ever

Jetzt heißt es aber wieder pauken, pauken. Am Mittwoch steht ein großer Test an und am Freitag muss ich ein Assignment abgeben... Jetzt beginnt wieder der Ernst des Lebens.

bis nächste Woche!






Samstag, 7. April 2012

#9

Hallo Leute,

als aller erstes möchte ich schnell etwas auflösen, was bestimmt viele bemerkt haben. In meinem letzten Post habe ich mir den Arm gebrochen... Das stimmt natürlich nicht und war ein April Scherz! :-) Sorry, für die jenigen, und hier erwähne ich nochmal speziell Tilman, die mir immer blind vertrauen und somit auf den Scherz hereingefallen ist. Ich bin kerngesund! ^^

Im Grunde habe ich diese Woche wenig zu erzählen. Neben Unisachen erledigen, ein paar Sonnenstunden am Strand oder Grillabenden, war Golfspielen ein ganz großes Highlight für mich. 

Als ein Fachmann im Mini wollte ich mal den großen Bruder ausprobieren und auf der nahgelegenen Driving Range mit wirklich guten Schlägern von Carlo die Grundtechniken des Golfsports erlernen. Dabei ist der professionelle Auftritt elementar...

 
Im Gegensatz zur Putting Green übt man auf der Driving Range mehr seinen Schwung und die Standardschläger mit dem Holz oder Eisen. 

Wie unschwer zu erkennen ist, sieht man in der Mitte der Range einen alten stillgelegten Bus, welcher für uns drei an diesem Tag als Zielscheibe diente. Sowohl für Mathias als auch für mich waren das die ersten Schläge in unserer kommenden Golferkarriere. Ausgestattet mit einem großen Eimer voller Golfbälle gab es eine kurze Technikkunde von Carlo wonach im Anschluss die rohen Kräfte sinnlos gewaltet haben. Nach einer Stunde in der Sonne spielen waren unsere Eimer leer und der Bus einige Male getroffen worden. 


Hier der eindeutige Unterschied von Anfängern (die ersten zwei im Vordergrund) und Fortgeschrittenen (dahinter). 

Nach dieser lehrreichen Stunde entbrannte die Lust eine richtige 18 Loch Runde zu spielen. Diese wurde am Freitag angegangen. Nicht mehr Oberkörper frei sondern gediegen mit Poloshirt ging es nach Beerwah auf den Golfkurs. Simon, der jeden Sonntag mit seinen englischen Freunden dort eine gesellige Runde spielt, hat uns dorthin mitgenommen und vorweg ein paar Tipps gegeben, welche wir gleich im Clubhaus anwandten. Plötzlich waren wir "german engineer students, who are looking for the efficiency of the course" :-)

Eine große und vor allem weitläufige Anlage in mitten einer schönen Landschaft wartet darauf bespielt zu werden. Einige Par 4 Löcher, wenige Par 3 und auch Par 5 Löcher. 


Mühlos ging es bei uns voran bis wir eine Regelerleichterung eingeführt haben, wo der längste Schlag als Ausgangspunkt für die anderen war. Hier Mathias und Simon im Sandbunker. 

Carlo bei einem Trickshot!



Von Loch zu Loch wurden wir alle jedoch besser und besser. 

Ausbaufähige Schlagstudie:



Hier das passende Video zu diesem Bild. Loch 16, mein dritter Schlag zum Par! 


Nach unzähligen Schlägen, vielen kaputten Tees, einigen verlorenen Bällen und herumhüpfenden Kängurus auf der Anlage waren wir nach knapp 4 Stunden fertig und freuten uns auf das Barbecue mit Freunden. Und dies war das BBQ, wo ich mit Abstand am meisten Tränen gelacht habe! Besonderer Dank gilt hierbei Simon ^^

Zum Abschluss Team "Blue" 


Heute hole ich Engin am Flughafen in Brisbane ab und wir starten gemeinsam mit Mathias und Simon einen Wochentrip von Fraser Island bis hin zu den Whitsundays. It´s gonna be legen... wait for it... dary!

Sonntag, 1. April 2012

#8

Grüßt mich!

Die achte Woche Australien ist schon wieder rum und nun habe ich auch noch zwei Wochen Ferien. Zwei Wochen sind wirklich viel, weil die anderen Unis in der Umgebung eigentlich nur über die Ostertage oder nur eine Woche haben. Dafür mussten wir aber auch 7 Tage vorher das Semester beginnen, also alles gerecht...

Nun sind die Abgabetermine für die ersten Assignments (Hausarbeiten) vorbei und nach den Ferien wartet Runde zwei von insgesamt vieren. 

Exkurs:
Alle Assignments haben eine gewissen Prozentzahl des Kurses. Wenn vier davon abgegeben werden müssen, kann das Erste 15 % haben, das Zweite 20%, das Dritte 30% und das Vierte beispielsweise 35 %. Jedes Assignment wird vom Dozent nach vorher vereinbarten Kriterien bewertet und man erhält z.B. 11 von 15% für das Erste. Am Ende werden alle Prozente jedes Assignments eines Kurses zusammengezählt und man erhält seine Note. So sind 85 % und darüber, nennt sich high destinction, eine Note 1,0, bis 75 % eine Note 2,0 und so weiter. Um einen Kurs bestehen zu müssen, darf man nicht weniger als 50 % haben. 

So musste ich letzte Woche eine Präsentation (Assignment von 25 %) halten. Meiner Meinung nach war es in Ordnung, wobei ich mir sicher bin, dass ich sie im Deutschen um einiges besser gehalten hätte. 

Desweiteren verlief meine Wochen mit Höhen und Tiefen...

Ein ganz großes Hoch war die Tatsache, dass am Donnerstag mein neues Smartphone in Australien angekommen ist. Habe es mir durch meinen besten Freund Igor, der bei Samsung arbeitet, bestellt. Tolles Teil! Nun kann ich auch über das Handy skypen oder whats appen. Für Interessierte meine australische Nummer ist: +61468392182.  

Noch am gleichen Tag bin ich mit zwei Freundinnen nach Noosa gefahren, 50 km nördlich. Dort gibt es einen noch schöneren Strand und einen tollen Nationalpark mit malerischen Wanderwegen. 


Natürlich durfte der Wegproviant in Form von Pancakes mit Nutella nicht fehlen!!!


Panoramafunktion meines Handys vom verlassenen Alexandria Bay. Warum er so verlassen war, hat sich kurz darauf herausgestellt als die ersten Männer splitterfasernackt herumgelaufen sind...FKK


Dort gab es auch eine Bucht namens Dolphin Bay, wo man bei ganz viel Glück auch mal einen Delphin zu Gesicht bekommt. Hier meine Suche von einem Baum aus. Leider erfolglos...


Am späten Abend zu Hause angekommen, kamen ein paar Freunde zu mir nach Hause, um die Ferien gebürend zu feiern. Ihr ahnt es schon, uns blieb nichts anderes übrig als wiedermal in den Club "Fridays" zu gehen und dort das Tanzbein zu schwingen. Zu meiner Überraschung traf ich dort Felix aus Köln wieder. Felix ist ebenfalls Sportmanagementstudent. Er war das letzte Semester auch an der University of the Sunshine Coast und ist in den letzten Monaten herumgereist bevor er morgen nach Deutschland zurückkehrt.

Nach dem morgendlich Surfen at Alex Beach ging es am Freitag erneut nach Noosa, nur diesmal mit mehr Leuten. 


Die passende Geschichte zu den hochgehaltenen Flip Flops:
Sofort nach meiner Ankunft in Australien sind mir meine Flip Flops nach wenigen hundert Meter kaputt gegangen. So geizig ich bin, wollte ich mir keine Neuen kaufen. So lief ich lieber barfuss auf heißen Asphalt, durch Pfützen und durch Scherben. Doch das alles wurde an jenem Tag belohnt, als ich mal wieder barfuss durch Noosa schlenderte und ein Paar brand neue Flip Flops in meiner Größe und von der Markenfirma "Rip Curl" unter einem verlassenem Auto gefunden habe. Lucky Oleg :-)

Eine sehr nette Bekanntschaft ist der Engländer Simon (der zweite von links) gewesen. Er studiert Musik in Queensland und ist Bassist bei der Band "Crowded House". Ihr wisst schon die australische Rockband aus den 80igern. Songs wie "Weather with you" haben sie berühmt gemacht. 

Sie haben ihr Reunion im Jahre 2007 gegeben und seitdem ist er auch dabei. Ein sehr lustiger Geselle, mit welchem Mathias, Engin und ich in der zweiten Ferienwoche einen Roadtrip in den Norden unternehmen werden. Von der Sunshine Coast über Fraser Island und weiter zu Whitsundays! Doch vorher wird eine Woche gelernt...

Psst, ich habe neulich einen Kangaroo Burger beim Barbecue probiert. Aber nicht den beiden links und rechts erzählen, ok! War super lecker!



Das waren die oben genannten Höhen, nun das Tief:

Was nun überhaupt nicht erfreulich war und mir die Ferien etwas vermiesen wird, ist die Tatsache, dass ich meinen linken Unterarm gestern beim Surfen gebrochen habe und nun neben den leichten Schmerzen sowohl keine Sport ausüben darf als auch Sonne und Wasser wegen des Gips meiden sollte. 
Wie ist es passiert? Bei etwas stärkeren Wellengang gestern wurde ich von einer größeren Welle überrollt und das Board ist mir entgegen gekommen. Der Arzt sagt es dauert ein paar Wochen/Monate bis ich ihn wieder normal belasten kann. Doof gelaufen!

Ich hoffe ihr hattet eine schöne Woche und freut euch auf den Osterhasen und seine Eier! ;-)


Edit: Ich bin Großonkel geworden! Alles Gute an die stolzen Eltern Alex und Oxana!