Freitag, 24. Februar 2012

#3

Einen wunderschönen guten Tag!

Keine Ahnung warum, aber ich muss bei dem Anblick des Känguru-Hintergrundbildes immer anfangen zu lachen. Wahrscheinlich weil es mich so ermahnend ansieht und sagt: Schreib ja nichts Falsches über mein Land! ^^

Wie versprochen melde ich mich nun, um euch etwas zur ersten Uniwoche zu erzählen. Begonnen hat die Woche jedoch mit einem morgendlichen Surfen. Denn als stolzer Besitzer meines ersten Boards, danke Mo, begann ein Kräftemessen mit dem Pazifik mit viel geschlucktem Salzwasser und einem weniger guten Ende für mich… 

Bevor es mit dem Bus zur Uni ging, musste ich mich noch für die Woche mit Nahrung ausstatten. Netterweise fährt mich Ash meistens zu „Coles“. Einige werden diesen Discounter aus ihrem Aufenthalt in Australien noch kennen. Zu meinem Unwissen bedeutete Discounter jedoch nicht gleich Discounterpreise, welche ich aus Deutschland kenne. Umgerechnet 5 Euro sollte ich für ein 400g Glas Nutella bezahlen, wo die Verpackung nicht mal aus Glas sondern aus Plastik ist! Nicht mit mir dachte ich und schnappte mir stattdessen grinsend die Erdbeermarmelade der Eigenmarke für 1 Dollar mit dem Gefühl das Richtige zu tun. Alleine meine geliebte Tiefkühlpizza von Ristorante ist nicht mehr bezahlbar. Im Ernst: Es ist alles soooo teuer hier, speziell der Alkohol. Doch hierbei kommt der altbewährte Goon ins Spiel! Goon ist der eindeutig billigste Alkohol, den man in Australien finden kann. Diesen billigen Wein, wenn man ihn als Wein bezeichnen darf, gibt es in einer 4 Liter Kartonverpackung für 10,50 Dollar zu kaufen.

Stunden später saß ich mit vollem Magen dann gegen 16 Uhr in der zweistündigen Businessvorlesung, wo Herr Bishnu Sharma, ein Professor mit einem netten indischen Akzent, uns etwas über “Mänäzment“  erzählt hat. Wie ich merkte, ist das Zuhören einer englischen Vorlesung ein großer Unterschied zu einer Deutschen. 

Nebenbei ein paar Bilder der Uni:






Aufgrund meines selbst erstellten Stundenplans, ist es mir gelungen schon am Mittwochabend Wochenende zu haben. Dafür ist jedoch der Dienstag und Mittwoch von morgens bis abends voll mit Vorlesungen und Seminaren. Zudem kam diese Woche die freiwillige Belegung von Kursen, wo man das Zitieren nach Harvard Style, das Suchen nach geeigneten Quellen in der Bibliothek oder das allgemeine Schreiben von Assignments lernt. Oha, da kommt was auf mich zu…

Was ich leider auch noch erwähnen muss, ist das es hier seit 3 Tagen ununterbrochen regnet und man keine Lust hat aus dem Haus zu gehen. So soll es auch bis zum nächsten Mittwoch bleiben. Gut für mich, weil ich noch eine Hausarbeit für die deutsche Uni abzugeben habe. 

Als Abschluss habe ich mir in den letzten Tagen Gedanken gemacht, was ich so aus Deutschland vermisse oder auch nicht vermisse. Hier die Auflistung:

Was ich vermisse:
-          Freundin
-          Auf der rechten Straßenseite fahren
-          Normale Preise für Nahrung
-          Karneval
-          Guten Kaffee
-          Chlorfreies Leitungswasser
-          Schnelles Internet
-          Een Kölsch
-           „Assi TV“ wie Mitten im Leben, X-Diaries oder Der Bachelor
-          Guten Eurowechselkurs
-          Deutsche Pünktlichkeit
-          Stolli und Wendelin-WG
-          Minigolf

Was ich nicht vermisse:
-          DSDS
-          Jacke, lange Hosen
-          Schnee
-          Spoho
-          Den Drachen ausm 4 Stockwerk
-          KVB

 See ya!

Sonntag, 19. Februar 2012

#2

Huhu,

als aller erstes: Kölle Alaaf!!! :-)

es ist nun 9 Tage her, als ich in Australien angekommen bin. Das heißt es sind 216 Stunden und damit knapp 13.000 Minuten vergangen, welche ich auf der anderen Seite der Weltkugel verbracht habe. Das soll nicht aufzeigen wie ich im Mathegrundkurs bei Herrn Rhöse aufgepasst habe, sondern dass die Zeit für mich sehr langsam voranschreitet. Das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein... Doch mein Gefühl sagt mir ich wäre eine längere Zeit hier.

Nach meinem letzten Post sind nun doch viele Sachen vorgefallen, von denen ich euch ein wenig berichten möchte. 

So hat letzten Montag die Orientation Week mit einer Begrüßung der internationalen Studenten begonnen, wo eine große Einführungsveranstaltung in einem riesigen Hörsaal stattgefunden hat. Studenten vorwiegend aus den USA, aber auch Deutschland, Frankreich und den skandinavischen Ländern konnten sich über die Begrüßungstüten der University of the Sunshine Coast freuen. Im Laufe des Tages erfuhren wir Grundlegendes zu unserem Studium (Ablauf, Klausuren, Wo was liegt, Wer für was verantworlich ist,...). 

Exkurs zur Uni: Sie wurde 1996 eröffnet und zählt schon jetzt als eine etablierte Uni mit den höchsten 5 Sternen in Teaching Quality. Sie liegt mitten im Grünen, wo (und ich mache keine Spaß) Kängurus auf dem Campus herumhüpfen. Tolle moderne Gebäude sowie eine sehr gute Ausstattung zeigen mir den Unterschied zur Sporthochschule auf... hoffentlich ließt hier kein Offizieller der Spoho mit...

Nun ja. Nach einem langen Tag mit einer PoolParty und vielen neuen netten Bekanntschaften bin ich nur noch ins Bett gefallen und freute mich auf das 5 Uhr morgendliche Surfen. Die restlichen Tage in der "O" Week, ausgenommen vom Donnerstag wo meine Fakultät "Business" vorgestellt wurde, waren etwas ruhiger. 

Nach der traditionellen Verkleidungsparty am Donnerstagabend im Club Fridays (nicht mit Karneval zu vergleichen), ging es am Freitag in die Natur hinaus. Kondalilla National Park hieß das erste Ziel. Dort gibt es einen beeindruckenden Wasserfall mit viel unberührter Flora und Fauna. 






Zur Belohnung von dem langen Fußmarsch durch den Park, gab es eine Abkühlung im Rockpool. War das geil...

Hier eine kleine Impression:

Kurz darauf ging es mit dem Bus weiter zu einem beeindruckenden Ausblick auf die Glasshouse Mountains.






Ein anstrengender aber auch überaus eindrucksvoller Tag ging zu ende.

Am Wochenende heißt es Vorbereitungen für die erste Uniwoche nehmen. Onlinezugänge sowie Unterlagen checken, damit ein reibungsloser Start in das Auslandssemester vollzogen wird. In der ersten Woche finden nur Vorlesungen meiner 4 Kurse statt. Ab der zweiten auch mit Seminaren. Meine Kurse wie Creative Advertising, Consumer Behaviour, Ways of Seeing Images und Managment and Organisational Behaviour klingen sehr interessant und vielversprechend. Ob sie das auch halten, berichte ich im nächsten Post!

Bis bald!



Samstag, 11. Februar 2012

Hallo Leute,
hier der erste Blog in meinem Leben. Noch nie war ich vorher so weit und so lange weg. Und um ein paar von euch auf dem Laufenden zu halten, möchte ich zukünftig bis Juli ein bis zwei Posts in der Woche schreiben. 

Abflug: 
Netterweise hat mich mein Mitbewohner Nils zum Flughafen nach Düsseldorf begleitet und mir damit einen klasse(n) Dienst erwiesen. Dort haben mich meine Eltern mit meinem Patenkind Bastian verabschiedet.


Flug: 
War der schön, schön lang. Von Düsseldorf gestartet, Zwischenstop Dubai und Singapur, kamen wir nach knapp 16.000 km in Brisbane an. 
 
Ich rede von wir, weil eine Kommilitonin der Sporthochschule, mit der ich an der University of Sunshine Coast studieren werde, zufällig den gleichen Flug ab Dubai am gleichen Datum nach Australien gebucht hat. Leckeres Essen, nette Sitznachbarn und ein unerschöpfliches Angebot an Filmen, Spielen oder Musik von Emirates haben mir den Flug aber erträglich gemacht. 

Ankunft:
In Brisbane Airport 0:50 h angekommen, wollte ich mit einem Surfstick (danke Paul dafür) meiner Familie und Freundin schreiben, dass ich gut angekommen bin. Doch als ich den Stick in meinen Laptop einsteckt, wurde der Bildschirm plötzlich schwarz und er ging nicht mehr an (jetzt läuft der Lappi optimal!). Und um an die Internetrechner zu kommen, brauchte man Kleingeld, welches ich nicht besaß. Aber zum Glück habe ich meine Sitznachbarn aus dem Flieger am Flughafen getroffen, worauf mir das ältere Rentnerpaar aus Irland 8 Dollar einfach geschenkt hat. Thank you Michael and Agnes! Fünf Stunden später, sprich um 6 Uhr morgens ging unser Zug in Richtung Sunshine Coast. Leider habe ich in Brisbane meinem neuen Mitbewohner keinen Rum im Duty Free Shop gekauft. Dementsprechend war Ash, so heißt er, von meiner Ankunft nicht sehr erfreut *just kidding* Neben Ash wohnen noch Tyron und Jason in dem geräumigen Haus. Alles nette Australier! Was mich sehr gefreut hat, ist dass Moritz alias Mo, ein Freund von der Spoho, für zwei Wochen in dem Haus nächtigt. So hatte ich einen herzlich deutschen Empfang. 


1.Tag:
Völlig übermüdet versuchte ich den ersten Tag nicht durchzuschlafen, sondern bis abends damit zu warten. Nach einem kurzen Einkauf mit Mo und Ash hatte ich meine ersten Essenvorräte für das Wochenende. Auf der Rückfahrt zeigte mir Ash die Umgebung und die geilsten Surfspots. Denn hier ist jeder ein Surfer! Bei knapp 33 Grad wollte ich den Tag überwiegend nur im Haus verbringen, um mich nicht sofort in der Sonne zu verbrennen. Hier ein Video von meiner Wohnung:


http://www.youtube.com/watch?v=0tzVoeh-FjU&context=C3a34996ADOEgsToPDskKkGatQDku6BYeUVs2Nfqzn 


2.Tag:
Amazing! Morgens um 5 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu sehen, ging es mit Mo an den Strand. Natürlich mit Surfbrett :-) Die ersten Versuche waren sogar vielversprechend. Nach einer halben Stunde konnte ich schon die erste Welle nehmen. 




Für das Wochenende ist ein Kennenlernen der Umgebung und der Sonne geplant. Am Montag beginnt die Orientation Week. Dort wird uns alles näher gebracht: Uni, Stundenplan, andere Studenten und vielleicht ein wenig Party! 


Zugegeben, ich vermisse euch ein wenig... 


Bis bald
Euer Oleg