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Einen wunderschönen guten Tag!
Keine Ahnung warum, aber ich muss bei dem Anblick des Känguru-Hintergrundbildes
immer anfangen zu lachen. Wahrscheinlich weil es mich so ermahnend ansieht und
sagt: Schreib ja nichts Falsches über mein Land! ^^
Wie versprochen melde ich mich nun, um euch etwas zur ersten
Uniwoche zu erzählen. Begonnen hat die Woche jedoch mit einem morgendlichen
Surfen. Denn als stolzer Besitzer meines ersten Boards, danke Mo, begann ein
Kräftemessen mit dem Pazifik mit viel geschlucktem Salzwasser und einem weniger
guten Ende für mich…
Bevor es mit dem Bus zur Uni ging, musste ich mich noch für
die Woche mit Nahrung ausstatten. Netterweise fährt mich Ash meistens zu „Coles“.
Einige werden diesen Discounter aus ihrem Aufenthalt in Australien noch kennen.
Zu meinem Unwissen bedeutete Discounter jedoch nicht gleich Discounterpreise,
welche ich aus Deutschland kenne. Umgerechnet 5 Euro sollte ich für ein 400g Glas
Nutella bezahlen, wo die Verpackung nicht mal aus Glas sondern aus Plastik ist!
Nicht mit mir dachte ich und schnappte mir stattdessen grinsend die Erdbeermarmelade
der Eigenmarke für 1 Dollar mit dem Gefühl das Richtige zu tun. Alleine meine
geliebte Tiefkühlpizza von Ristorante ist nicht mehr bezahlbar. Im Ernst: Es ist alles soooo teuer hier,
speziell der Alkohol. Doch hierbei kommt der altbewährte Goon ins Spiel! Goon
ist der eindeutig billigste Alkohol, den man in Australien finden kann. Diesen
billigen Wein, wenn man ihn als Wein bezeichnen darf, gibt es in einer 4 Liter Kartonverpackung
für 10,50 Dollar zu kaufen.
Stunden später saß ich mit vollem Magen dann gegen 16 Uhr in
der zweistündigen Businessvorlesung, wo Herr Bishnu
Sharma, ein Professor mit einem netten indischen Akzent, uns
etwas über “Mänäzment“ erzählt hat. Wie
ich merkte, ist das Zuhören einer englischen Vorlesung ein großer Unterschied zu
einer Deutschen.
Nebenbei ein paar Bilder der Uni:
Aufgrund meines selbst erstellten Stundenplans, ist es mir
gelungen schon am Mittwochabend Wochenende zu haben. Dafür ist jedoch der
Dienstag und Mittwoch von morgens bis abends voll mit Vorlesungen und Seminaren. Zudem kam diese Woche
die freiwillige Belegung von Kursen, wo man das Zitieren nach Harvard Style,
das Suchen nach geeigneten Quellen in der Bibliothek oder das allgemeine
Schreiben von Assignments lernt. Oha, da kommt was auf mich zu…
Was ich leider auch noch erwähnen muss, ist das es hier seit
3 Tagen ununterbrochen regnet und man keine Lust hat aus dem Haus zu gehen. So
soll es auch bis zum nächsten Mittwoch bleiben. Gut für mich, weil ich noch
eine Hausarbeit für die deutsche Uni abzugeben habe.
Als Abschluss habe ich mir in den letzten Tagen Gedanken gemacht, was ich
so aus Deutschland vermisse oder auch nicht vermisse. Hier die Auflistung:
Was ich vermisse:
-
Freundin
-
Auf der rechten Straßenseite fahren
-
Normale Preise für Nahrung
-
Karneval
-
Guten Kaffee
-
Chlorfreies Leitungswasser
-
Schnelles Internet
-
Een Kölsch
-
„Assi TV“
wie Mitten im Leben, X-Diaries oder Der Bachelor
-
Guten Eurowechselkurs
-
Deutsche Pünktlichkeit
-
Stolli und Wendelin-WG
-
Minigolf
Was ich nicht vermisse:
-
DSDS
-
Jacke, lange Hosen
-
Schnee
-
Spoho
-
Den Drachen ausm 4 Stockwerk
-
KVB
See ya!
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