Sonntag, 25. März 2012

#7

Huhu,

oh mann, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll euch von meiner letzten Woche zu erzählen. Von einem kuriosen Friseurtermin über Überschwemmungen bis hin zu Silvesterfeuerwerken und gebrochenen Armen war alles drin...

Nun gut. Zu aller erst bin ich sehr erleichtert. Erleichtert, dass mein neuer Haarschnitt viel besser ausgefallen ist, als anfangs vermutet. Denn wieso oft versuchen Studenten an allen Ecken und Enden zu sparen, diesmal auch am Friseurtermin. Ausgerüstet mit einem Staubsauger, einer handelsüblichen Haarschneidemaschine, verschieden großen Aufsätzen und jede Menge Übermut fanden sich Carlo und ich in meinem Badezimmer wieder. Mission: Haare ab, egal wie. Nach mehr als zwei Stunden hatte ich meine Frisur (nebenbei ein großes Lob an seine Haarschneidekünste) und Carlo seinen gewünschte Vokuhila! Das ist kein Scherz, er trägt nun Vokuhila :D Vielleicht hab ich doch noch das Zeug zu einem Friseur, jedenfalls werde ich mich mal umhören, ob Kräfte gesucht werden. Angeblich benötigt man hier keine Ausbildung dazu, sondern kann gleich anfangen. So steht meinem neuen Karrierewunsch nichts mehr im Wege ;) just kidding


Auf dem einen Ende gespart, auf dem anderen Ende wieder ausgegeben. Ich konnte einfach nicht widerstehen und musste mir nen 750 g Glas Nutella kaufen... Nebenbei erzählt gibt es eine coole Idee von Coca Cola, wo auf jeder Dose steht "Share a Coke with..." hier folgt ein Name wie Michael, Nils oder Sonja. Oleg hab ich aber nicht gefunden :-(


Zur Uni gibt es nicht viel zu sagen. Wir haben einen Test zurück bekommen und ich muss am Mittwoch eine 10-minütige Präsentation halten. Läuft also!

Wie ich schon von mehreren Quellen gehört habe, herrscht in Deutschland immernoch gutes Wetter, was mich ein wenig eifersüchtig macht. Denn bei uns ist die Hölle losgewesen letzte Woche. An einem Tag kam soviel Regen herunter, wie in 1,5 Monaten... Das bedeutet man hört Sirenen und sieht nur Wasser. Sogar meine Eltern erzählten, dass auf RTL darüber berichtet wurde und mein kleines Örtchen Mooloolaba genannt worde. Straßen wurden zu Flüssen, Grashügel für Rutschpartien für gelangweilte Studenten und Läden sowie Parkhäuser wurde überflutet. Hier ein Video aus meiner Sicht. Mein Nachbar hat es wahrscheinlich vorausgesehen und hat das Boot parat gestellt.




Eine weitere nicht so erfreuliche Nachricht war mit dem Armbruch meines Patenkindes in Deutschland begründet. Er ist 5 Jahre alt und ist beim Trampolinspringen unglücklich gestürzt. Kein Wunder bei der Hyperaktivität. Hier ein Ausschnitt aus dem letzten Sommer. Ich vermisse euch Leonie und Bastian!



So nun aber zu den erfreulicheren Sachen. Hier war einiges los in Mooloolaba dieses Wochenende. Ein internationaler und anscheinend sehr renomierter Triathlonwettkampf fand direkt am Strand statt. Messestände, viele Athleten und noch mehr Zuschauer verliehen dem Örtchen frischen Wind. Ein Feuerwerk weihte das Spektakel ein, welches ich mit Freunden am Strand beobachtet haben.


 

Hier seht ihr eine ebenfalls Kölnerin. Alisa und ich halten die Sporthochschulfahnen in Australien hoch und werden nach dem Triathlon bestimmt hochmotiviert ans Training gehen!

Gefahren und nicht gegangen (ich weiß meine Übergänge sind bombe) bin ich mit einem kleinen Kater von gestern Nacht zu Alisa und ihrem Haus in Buderim. Ein wirklich tolles Haus mit einem noch besseren Pool im Garten und einem geilen amerikanischen Oldtimer aus dem Jahre 1960 vor der Tür. 


Danke für die Abkühlung Alisa!




Und ja ich saß drinne und hab mal auf das Gaspedal gedrückt, aber leider nur im Stehen...


Jetzt gehe ich aber ins Bett. Bis nächste Woche und haltet die Ohren steif, bald ist Ostern!

Samstag, 17. März 2012

#6

Hallo zusammen,

die fünfte Woche meines Australienaufenthaltes geht langsam dem Ende entgegen und ich freue mich auf weitere 18 Wochen! Trotzdessen informiere ich mich noch weiterhin, was bei euch in Deutschland so gerade passiert (ich gebe zu ich lese die Bild... aber nur weil man sich dort den schnellsten Überblick der aktuellen Themen machen kann, falls mich etwas näher interessiert dann faz.de).

Erstmal hoffe ich, dass ihr das gestrige Wetter im Freien genießen konntet. Anscheindend waren es knapp 20 Grad?! Puh, das haben wir hier nachts bestimmt auch ;) 
Von einigen höre ich, dass die Spritpreise exorbitant gestiegen sind und sich zur Zeit bei Diesel 1,50 und Benzin 1,70 € befinden!!! Oh man da kann man sich glücklich fühlen, wenn man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt kann. Wer diese Chance nicht hat, bekommt schon beim Autostart bestimmt ein schlechtes Gewissen. Um einen Vergleich zu geben (möchte euch damit wirklich nicht nochmal ärgern), findet ihr folgend ein Bild der Benzinpreise in Australien. 

Von den Zahlen her vielleicht nicht so unterschiedlich zu euren Preisen aber schließlich sind das australische Dollar. 1,50 Dollar=1,21 Euro. Soviel dazu...

Meine letzte Woche hatte einen schweren Beginn, aber langsam komme ich über den Berg, denn ein Quiz und mein Product Research über die PlayStation Vita sind überstanden. Anstatt, wie ursprünglich von mir gedacht, habe ich statt 5 Seiten doch 12 Seiten eine halbe Stunde vor Abgabetermin dem Dozenten übergeben... Nun habe ich einen ungefähren Eindruck, wie viel Zeit man doch am Ende investieren muss, um eine englische Arbeit zu schreiben.
Als Lernpause in dieser Zeit hatte ich mir etwas ganz besonderes gegönnt. Zutaten für Pancakes und das dazu gehörende kleine "Glas" Nutella haben mich tief in die Tasche greifen lassen, aber es hat sich wie man hier sehen kann total gelohnt!

An meinem langen Mittwoch ergab sich die Gelegenheit den Volleyballkurs an der Uni zu besuchen und dort ein paar Bälle hin und her zu schlagen. Dafür eignet sich die neue Halle der Uni optimal.

Und ich muss schon sagen, das Niveau war recht hoch. Klar, wenn die Australier die ganze Zeit Beachvolleyball am Strand spielen können ;)
Neben einem BBQ (Barbecue) mit Freunden am Strand und viel Training für meinen Marathonlauf gibt es nur noch das Fernbleiben von meinem Mitbewohner Ash für 4 Wochen zu erzählen. Er ist selbstständiger Maler, der nun einen Großeinsatz irgendwo in Australien hat. Hier ein Surferbild von ihm.


Der eine geht, der andere kommt. Jason, der vierte im Bunde kam von seiner Montage zurück und lebt nun Tyronne und mir im Haus.

Zur Zeit sitze ich auf heißen Kohlen und mache mich nun bereit für den Tag. Denn heute ist Saint Patrick´s Day auf der ganzen Welt und dabei werde ich mit ein paar Australiern bei einer Pool Party an der Uni den Tag gebührend feiern.

Beste Grüße nach Zuhause und schön die Daumen Drücken, dass ein Deutscher das erste Formel eins Rennen der Saison in Australien gewinnt! Ich werde vorm dem Fernseher fiebern! Bis zur nächsten Woche! Oleg

Samstag, 10. März 2012

#5

Howyadoing mate?!

Diese Begrüßung höre ich wohl 10 mal am Tag. Ob Zuhause, auf der Straße, im Supermarkt oder in der Uni. Das ist ungefähr wie unser "Was geht ab, Junge". Am Anfang war es etwas iritierend, wie man darauf antworten sollte oder ob man darauf überhaupt antwortet. Mittlerweile sag ich nur great und wenn ich ein Gespräch eingehen möchte, frage ich betonend zurück.

Bevor ich zum Verlauf der letzten Woche komme, möchte ich das Rätsel um das Werbebild auflösen, welches ich euch gestellt habe. Es wirbt für... ein Playstation 2 Spiel (Syphon Filter), ein Actionspiel. Im Grunde genommen soll es die gefährliche Außenwelt darstellen, wofür man den Schutzanzug die Waffe braucht, genauso wie in manchen Spielszenen. Sagt aus, bleib lieber Zuhause und spiel das Spiel. Doch wofür steht die Hundeleine...?



So haben wir im Rahmen dieses Kurses die ersten 8 Minuten von dem Film Romeo und Julia mit Leonardo DiCaprio gesehen, um danach die Bildsprache zu analysieren. Cool...

Die Uniwoche lief wie gewohnt von statten. Am Montag die Mänäzment Vorlesung, Dienstag eine weitere und am Mittwoch mein voller Tag von 9 bis 18 Uhr. Hierbei fällt mir nur das entspechende Management Seminar mit David Fleischman, auch "Flash" genannt ;-), ein. Dort müssen wir immer in der Vorlesung gestellt Fragen beantworten und in der Klasse diskutieren. Da aber keiner sich so wirklich getraut hat, musste "Flash" zu anderen Bandagen greifen. Er legte sich vor allen Studenten auf den Tisch und hat die Augen geschlossen bis jemand etwas gesagt hat. Hier ein Bild davon


Zur Zeit herrscht ohne hin ein wenig Unistress, weil in der kommenden Woche week 4 in fast allen Kursen Arbeiten abgegeben werden müssen. Entweder Präsentationen vor der Klasse, eine Hausarbeit oder wie in meinem Fall auch einen Product Research. Beim Letzteren muss ich das neu rauskommende Produkt Playstation Vita (Nachfolger von der PSP) analysieren. Bedeutet Marktanalyse betreiben, Konsumentenverhalten anhand eines Fragebogens herausfinden und danach einen Bericht darüber schreiben. Zum Schluss noch 3 Vorschläge mit einem Slogan entwickeln, "Playstation Vita, makes your life better" oder so... Vorschläge bitte zu mir! 

Um den Freundeskreis zu erweitern bzw. neue Leute kennenzulernen, haben wir über facebook ein Barbecue für den letzten Sonntagmittag vereinbart. Leider hat keiner von uns den Wetterbericht vorher studiert und so trafen sich 10 Personen unter Regen an der zum Glück überdachten Grillstelle am Strand, um auf einem elektrischen Grill die Steaks oder Würstchen zu brutzeln. Nichtsdestotrotz hat es geschmeckt und man konnte bei einer regnerischen Surfsession alles verdauen. 

Zum anderen werde ich für euch hin und wieder ein paar Lebensmittel mit den dazugehörigen Preisen posten. Hier meine liebste Nutella...


Ist zwar das große "Glas" aber die 220 g kosten auch 3,50 Dollar... Nicht mit mir! Liebe Eltern haltet schon mal ein Glas Nutella am Flughafen bei meiner Ankunft in Deutschland bereit!

Was noch lohnenswert wäre zu erzählen, ist die Tatsache, dass ich nun endlich in den Club Fridays (am Donnerstag) gekommen bin. Habe dafür extra meinen Reisepass mitnehmen müssen.

Achja hier noch ein Bild von gestern, welches zeigt dass sich mein 10-jähriger Ballettunterricht doch gelohnt hat.


Bis zur nächsten Woche!

Samstag, 3. März 2012

#4

Hello everybody!

Ihr merkt schon in der Begrüßung, dass ich immer mehr englische Begriffe einstreue. Und ehrlich gesagt, finde ich das gut so, weil man langsam in die Sprache reinkommt. Sowohl im Haus als auch in der Uni bleibt einem nichts anderes übrig (außer man trifft auf Deutsche). So ist es schon vorgefallen, dass ich auf Englisch geträumt habe...

Um euch mit einem Wort zu beschreiben wie meine letzte Woche war, sie war "lehrreich". Lehrreich im Sinne ich habe eine Menge dazugelernt und viel an Neuem gewonnen. Alles begann mit einem Strandtag hier in Mooloolaba, wo ich in meinem jugendlichen Leichtsinn bei bewölktem Himmel mich nur einmal eingecremt hatte. Kennt ihr Mr. Krabs von SpongeBob? So sah ich den nächsten Tagen aus, Bilder erspare ich mir an dieser Stelle. 

Die zweite Erkenntnis war die Tierwelt in Australien. Neben ein paar kleinen Spinnen oder Fruchtfliegen kennen wir in Deutschland nur Hunde und Katzen als Haustiere. Hier gibt es eine größere Bandbreite solcher. Neben Kackalacken, ein paar Geckos, einer riesen Spinne kriechen ganz vielen "kleinen" Ameisen ab und zu mal durch das Haus. 

Eine schöne Bekanntschaft habe ich mit Mutantenfledermäusen nachts gemacht. Es war in der Nacht als ich mit Freunden in den Club "Fridays" gehen wollte und leider als einziger nicht reinkam. Nebenbei gesprochen gibt es hier in der Nähe nur wenige Möglichkeiten wegzugehen und Fridays ist das weniger große Übel. Jedenfalls wollte der Türsteher mich allein mit meinem deutschen Führerschein nicht reinlassen und verlangte zudem eine Bankkarte?! Fragt mich bitte nicht warum. Um ihn zu fragen, ob er im Toast geschlafen hat, war ich mir zu schade und bin dann bei klaren Sternenhimmel 30 Minuten nach Hause gelaufen. Eben auf diesem Weg konnte ich die oben genannten Fledermäuse beobachten. Übernatürlich groß und respekteinflößend... 

Eine andere Erfahrung machte ich die Woche im Getränkemarkt, wo ich ohne einen Reisepass keine alkoholische Getränke, unter anderem den berühmten Goon, kaufen konnte. Lösung: 600 m weiter zur nächsten Filiale eben dieses Ladens... 


Komische Eigenarten haben die Australier. So auch die Rasenpflege. An jeder Ecke sieht man jemanden im Garten mit dem Trimmer arbeiten oder rasenmähen. Dementsprechend gepflegt sieht jeder Vorgarten hier aus. Manche Straßen/Wohngegenden erinnern mich ein wenig an die Kulisse des Films "Die Truman Show" mit Jim Carrey.

Ebenso lehrreich war meine Uniwoche. In week 2 haben nun auch die Seminare meiner drei Kurse begonnen. Neben dem sehr jungen Businessdozenten Herrn Fleischman (kein Deutscher) sind meine anderen beiden Lehrkräfte sehr erfahren und ziemlich locker. In den Advertisingkursen wird der Unterricht meistens mit einem Youtube Video gestartet, wonach wir den gezeigten Werbespot interpretieren sollen. Läuft ;-) Eine tolle Sache ist auch die Übertragung der Vorlesung auf einem livestream im Internet. Man kann also von dem Bett aus die Dozenten live hören und die Folien dazu sehen. Dieses Tool habe ich mir vorgenommen nicht zu nutzen. Bin alles in allem sehr zufrieden mit meinen Kursen und muss schon bald meine erste Präsentation, einige kleinere Quizs und einen product research abgeben. Apropos Quiz. Jetzt seid ihr dran. In einem meiner Kurse mussten wir Printwerbung analysieren/interpretieren. Meine Gruppe bekam die schwierigste Aufgabe. Hier ist es: Für welches Produkt wirbt folgende Werbung??? Zu sehen sind: Eine Waffe, eine Schutzanzug am Kleiderhaken (ohne Mensch drin), eine Tür und eine Hundeleine. Auflösung nächste Woche...


 
Für Australien habe ich in Deutschland eine Liste mit den Dingen erstellt, welche ich hier machen möchte. Unter anderem stehen Bungeejumping, Koala streicheln, Wale sehen, Skydiving, Blutspenden und auf Kängurus reiten drauf. Ok, das letzte war gelogen... Aber Blutspenden kann ich getrost abhaken, weil ich bei der mobilen Station mein doch so wichtiges 0 neg. gespendet habe. Die netten Damen bedankten sich mit dem Satz: Blood doesn´t grow on trees. Wie wahr! Jedenfalls habe ich mich danach stolz gefühlt etwas Gutes getan zu haben.


Heute war ich mit ein paar Freunden am Strand und wir haben bei 32 Grad jede Menge Spaß mit Board und Kamera gehabt... Die Bräune kommt langsam ;-)
 



Soweit zu mir!

Freitag, 24. Februar 2012

#3

Einen wunderschönen guten Tag!

Keine Ahnung warum, aber ich muss bei dem Anblick des Känguru-Hintergrundbildes immer anfangen zu lachen. Wahrscheinlich weil es mich so ermahnend ansieht und sagt: Schreib ja nichts Falsches über mein Land! ^^

Wie versprochen melde ich mich nun, um euch etwas zur ersten Uniwoche zu erzählen. Begonnen hat die Woche jedoch mit einem morgendlichen Surfen. Denn als stolzer Besitzer meines ersten Boards, danke Mo, begann ein Kräftemessen mit dem Pazifik mit viel geschlucktem Salzwasser und einem weniger guten Ende für mich… 

Bevor es mit dem Bus zur Uni ging, musste ich mich noch für die Woche mit Nahrung ausstatten. Netterweise fährt mich Ash meistens zu „Coles“. Einige werden diesen Discounter aus ihrem Aufenthalt in Australien noch kennen. Zu meinem Unwissen bedeutete Discounter jedoch nicht gleich Discounterpreise, welche ich aus Deutschland kenne. Umgerechnet 5 Euro sollte ich für ein 400g Glas Nutella bezahlen, wo die Verpackung nicht mal aus Glas sondern aus Plastik ist! Nicht mit mir dachte ich und schnappte mir stattdessen grinsend die Erdbeermarmelade der Eigenmarke für 1 Dollar mit dem Gefühl das Richtige zu tun. Alleine meine geliebte Tiefkühlpizza von Ristorante ist nicht mehr bezahlbar. Im Ernst: Es ist alles soooo teuer hier, speziell der Alkohol. Doch hierbei kommt der altbewährte Goon ins Spiel! Goon ist der eindeutig billigste Alkohol, den man in Australien finden kann. Diesen billigen Wein, wenn man ihn als Wein bezeichnen darf, gibt es in einer 4 Liter Kartonverpackung für 10,50 Dollar zu kaufen.

Stunden später saß ich mit vollem Magen dann gegen 16 Uhr in der zweistündigen Businessvorlesung, wo Herr Bishnu Sharma, ein Professor mit einem netten indischen Akzent, uns etwas über “Mänäzment“  erzählt hat. Wie ich merkte, ist das Zuhören einer englischen Vorlesung ein großer Unterschied zu einer Deutschen. 

Nebenbei ein paar Bilder der Uni:






Aufgrund meines selbst erstellten Stundenplans, ist es mir gelungen schon am Mittwochabend Wochenende zu haben. Dafür ist jedoch der Dienstag und Mittwoch von morgens bis abends voll mit Vorlesungen und Seminaren. Zudem kam diese Woche die freiwillige Belegung von Kursen, wo man das Zitieren nach Harvard Style, das Suchen nach geeigneten Quellen in der Bibliothek oder das allgemeine Schreiben von Assignments lernt. Oha, da kommt was auf mich zu…

Was ich leider auch noch erwähnen muss, ist das es hier seit 3 Tagen ununterbrochen regnet und man keine Lust hat aus dem Haus zu gehen. So soll es auch bis zum nächsten Mittwoch bleiben. Gut für mich, weil ich noch eine Hausarbeit für die deutsche Uni abzugeben habe. 

Als Abschluss habe ich mir in den letzten Tagen Gedanken gemacht, was ich so aus Deutschland vermisse oder auch nicht vermisse. Hier die Auflistung:

Was ich vermisse:
-          Freundin
-          Auf der rechten Straßenseite fahren
-          Normale Preise für Nahrung
-          Karneval
-          Guten Kaffee
-          Chlorfreies Leitungswasser
-          Schnelles Internet
-          Een Kölsch
-           „Assi TV“ wie Mitten im Leben, X-Diaries oder Der Bachelor
-          Guten Eurowechselkurs
-          Deutsche Pünktlichkeit
-          Stolli und Wendelin-WG
-          Minigolf

Was ich nicht vermisse:
-          DSDS
-          Jacke, lange Hosen
-          Schnee
-          Spoho
-          Den Drachen ausm 4 Stockwerk
-          KVB

 See ya!

Sonntag, 19. Februar 2012

#2

Huhu,

als aller erstes: Kölle Alaaf!!! :-)

es ist nun 9 Tage her, als ich in Australien angekommen bin. Das heißt es sind 216 Stunden und damit knapp 13.000 Minuten vergangen, welche ich auf der anderen Seite der Weltkugel verbracht habe. Das soll nicht aufzeigen wie ich im Mathegrundkurs bei Herrn Rhöse aufgepasst habe, sondern dass die Zeit für mich sehr langsam voranschreitet. Das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein... Doch mein Gefühl sagt mir ich wäre eine längere Zeit hier.

Nach meinem letzten Post sind nun doch viele Sachen vorgefallen, von denen ich euch ein wenig berichten möchte. 

So hat letzten Montag die Orientation Week mit einer Begrüßung der internationalen Studenten begonnen, wo eine große Einführungsveranstaltung in einem riesigen Hörsaal stattgefunden hat. Studenten vorwiegend aus den USA, aber auch Deutschland, Frankreich und den skandinavischen Ländern konnten sich über die Begrüßungstüten der University of the Sunshine Coast freuen. Im Laufe des Tages erfuhren wir Grundlegendes zu unserem Studium (Ablauf, Klausuren, Wo was liegt, Wer für was verantworlich ist,...). 

Exkurs zur Uni: Sie wurde 1996 eröffnet und zählt schon jetzt als eine etablierte Uni mit den höchsten 5 Sternen in Teaching Quality. Sie liegt mitten im Grünen, wo (und ich mache keine Spaß) Kängurus auf dem Campus herumhüpfen. Tolle moderne Gebäude sowie eine sehr gute Ausstattung zeigen mir den Unterschied zur Sporthochschule auf... hoffentlich ließt hier kein Offizieller der Spoho mit...

Nun ja. Nach einem langen Tag mit einer PoolParty und vielen neuen netten Bekanntschaften bin ich nur noch ins Bett gefallen und freute mich auf das 5 Uhr morgendliche Surfen. Die restlichen Tage in der "O" Week, ausgenommen vom Donnerstag wo meine Fakultät "Business" vorgestellt wurde, waren etwas ruhiger. 

Nach der traditionellen Verkleidungsparty am Donnerstagabend im Club Fridays (nicht mit Karneval zu vergleichen), ging es am Freitag in die Natur hinaus. Kondalilla National Park hieß das erste Ziel. Dort gibt es einen beeindruckenden Wasserfall mit viel unberührter Flora und Fauna. 






Zur Belohnung von dem langen Fußmarsch durch den Park, gab es eine Abkühlung im Rockpool. War das geil...

Hier eine kleine Impression:

Kurz darauf ging es mit dem Bus weiter zu einem beeindruckenden Ausblick auf die Glasshouse Mountains.






Ein anstrengender aber auch überaus eindrucksvoller Tag ging zu ende.

Am Wochenende heißt es Vorbereitungen für die erste Uniwoche nehmen. Onlinezugänge sowie Unterlagen checken, damit ein reibungsloser Start in das Auslandssemester vollzogen wird. In der ersten Woche finden nur Vorlesungen meiner 4 Kurse statt. Ab der zweiten auch mit Seminaren. Meine Kurse wie Creative Advertising, Consumer Behaviour, Ways of Seeing Images und Managment and Organisational Behaviour klingen sehr interessant und vielversprechend. Ob sie das auch halten, berichte ich im nächsten Post!

Bis bald!